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17.Mai 2011
Spieglein, Spieglein...
Alle Begegnungen - angenehm oder vordergründig leicht verzichtbar - sie geschehen immer vor dem Hintergrund "uns fertig zu machen". …also im besten Sinn "komplett" und "perfekt"!
Das wissen Sie natürlich und es fällt Ihnen auch bestimmt leicht Ihre Lieblingssargnägel zu benamsen, die sich diesem Ziel offenbar mit besonderer Leidenschaft verschrieben haben und an denen Sie sozusagen "am liebsten wachsen".
Sie wissen, ich rate rückhaltlos zum "Täter-tum", schon um alle Macht, das eigene Leben zu gestalten, gierig an sich zu raffen und im eigenen Interesse, also egoistisch zu nutzen. Verantwortung für die eigenen Entscheidungen ist im Package inkludiert und Sie dürfen auch alle Konsequenzen Ihres Tuns - anders als in der (nicht nur österreichischen) Politik - selbst tragen. - das macht das System weniger bedrohlich….
…oder gerade nicht? "Ich bin verantwortlich…." Statt "Die anderen sind schuld…." - macht ein bisschen mulmig?
Warum eigentlich?
Folgende Hypothese: Was, wenn das irgendeinen Sinn hätte? Was soll/könnte hier gelernt werden? Was muss vielleicht sogar von einer ganzen Gesellschaft gelernt werden? Was zeigen uns diese so begabt-rücksichtslosen Typen auf, was können wir an genau diesen Menschen lernen - wie können wir an ihnen "fertig werden"?
…es muss schon etwas Wichtiges sein, sonst wäre die Versuchung nicht so groß, es Ihnen gleich zu tun, auf Kosten der Allgemeinheit, ohne die geringste Vorausschau und verantwortungslos mit den Ressourcen der Gemeinschaft, sogar mit den Ressourcen dieser Welt umzugehen.
…es muss schon etwas sehr Dringendes sein - werden die Anlassfälle - im Kleinen, wie im Großen - immer häufiger, immer dramatischer, immer grausamer und immer bedrohlicher für unser aller Existenz.
Was sind das für Menschen, die so ignorant geworden sind, nichts mehr fühlen, schon gar nicht mehr mit-fühlen, nicht mehr berührt werden, sich nicht mehr rühren….?
Wär schön, wir könnten uns da ausnehmen und - wie wir das ja gerne tun - auf dieses verwahrloste Gesocks hinunterschauen, doch gilt es doch auch hier - zumindest für die Täter unter uns - , dass wir in den anderen immer nur uns selbst begegnen, und wir nur Erfahrungen machen, die auf irgendeine Weise wichtig sind für uns.
Die Opfer haben es jetzt leicht. Sie sind fein raus, weil hilflos ausgeliefert der Schlechtigkeit der Welt.
Die Täter haben mehr zu tun. Sie wissen: was mich aufregt, hat mit mir zu tun. Also werden sie sich wohl fragen müssen: Wo bin ich so? Was trage ich bei zu dieser Situation? Und was sind meine Möglichkeiten, vielleicht auch nur in winzigem Ausmaß, Einfluss auf diese, meine Gemeinschaft zu nehmen, in meiner Familie, an meinem Arbeitsplatz, wo auch immer sonst.
Immerhin: Wir Täter können etwas tun!
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